Aktuelles

Kreissportbund Göttingen-Osterode beginnt mit Erstellung eines Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt

Sicherheit, Vertrauen und klare Strukturen insbesondere auf dem Zeltlagerplatz Stolle

Göttingen. Der Kreissportbund Göttingen-Osterode e.V. (KSB) verstärkt sein Engagement für den Schutz von Kindern und Jugendlichen und beginnt mit der Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zeltlagerplatz Stolle bei Dahlenrode, auf dem der KSB regelmäßig Kinder- und Jugendfreizeiten durchführt.

„Kinder und Jugendliche sollen sich bei uns sicher, wohl und respektiert fühlen. Dafür wollen wir nicht nur ein gutes Gefühl vermitteln, sondern klare und verbindliche Strukturen schaffen“, betont Dennis Dörner der Vorstandsprecher des Kreissportbundes. „Ein Schutzkonzept ist für uns deshalb ein wichtiger Schritt, um Verantwortung wahrzunehmen und den Schutz junger Menschen nachhaltig zu stärken.“

Der Zeltlagerplatz Stolle ist seit vielen Jahren ein wichtiger Ort für Kinder- und Jugendfreizeiten des Kreissportbundes. Jährlich finden dort zahlreiche Veranstaltungen und Freizeiten statt. Auch 2026 wurden und werden auf der Stolle unter anderem Sommer- und Herbstfreizeiten für Kinder und Jugendliche angeboten.

Das neue Schutzkonzept soll unter anderem klare Verhaltensregeln, Zuständigkeiten und Ansprechpersonen festlegen. Ebenso geht es um die Sensibilisierung und Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Sie sollen darin unterstützt werden, Grenzverletzungen und mögliche Anzeichen sexualisierter Gewalt frühzeitig wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Schaffung von transparenten Beschwerde- und Meldewegen. Kinder und Jugendliche sollen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie sich unwohl fühlen, Grenzen überschritten werden oder sie etwas beobachten, das ihnen Sorgen bereitet.

„Prävention bedeutet für uns, hinzuschauen, zuzuhören und klare Grenzen zu setzen. Gleichzeitig möchten wir eine Kultur schaffen, in der Kinder und Jugendliche ihre Anliegen ernst genommen wissen und sich vertrauensvoll an Erwachsene wenden können“, so der KSB weiter.

Bei der Erarbeitung des Schutzkonzeptes sollen die besonderen Bedingungen des Zeltlagerplatzes berücksichtigt werden. Dazu gehören unter anderem die Übernachtungssituationen, die Betreuung in Gruppen, die räumlichen Gegebenheiten des weitläufigen Geländes sowie die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gruppen und ehrenamtlichen Betreuungsteams.

Mit der Einführung des Schutzkonzeptes setzt der Kreissportbund Göttingen-Osterode einen weiteren wichtigen Schritt für eine sichere, respektvolle und vertrauensvolle Umgebung im Sport und in der Kinder- und Jugendarbeit.